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Auszug desMagazinArtikels aus Heft 4/2001 . (den vollständigen Artikel gibt es auf der MW-Homepage)

Hand Fotos

GIF-ANIMATIONEN MIT PHOTOSHOP 5.5

WER ÜBER GENÜGEND GELD VERFÜGT, produziert Animationen fürs Internet besser und einfacher in Photoshop. In unserem Beispiel nutzen wir die Version 5.5 der Adobe-Software, da das beiliegende Programm Imageready 2.0 viele Dinge deutlich erleichtert

Von Thomas Thü Hürlimann

OBWOHL ANDERE FORMATE wie Quicktime oder Flash von Macromedia mehr Möglichkeiten in Animationen bieten, zum Beispiel Ton, reicht in den meisten Fällen eine GIF-Datei aus. Denn für Quicktime wie für Flash braucht der Browser die passende Erweiterung, während GIF-Animationen in allen modernen Browsern ohne Zusatzsoftware laufen. Nachdem wir uns in der vorigen Ausgabe (siehe Heft 3/2001, Seite 94) auf animierte Zeichnungen beschränkt haben, geht es in diesem Beispiel um Einzelbilder, die von einer handelsüblichen Digitalkamera kommen. Videoaufnahmen eignen sich aber ebenso gut.

AUF WEIßEM HINTERGRUND lässt sich am besten arbeiten. Die Aufnahmen für die folgende Animation haben wir mit nur einer Lichtquelle gemacht.

FÜR EINE EFFEKTVOLLE Animation ist ein ruhiger Hintergrund wesentlich. Auch die Hand sollte möglichst ruhig
bleiben, so dass sich außer den einzelnen Fingern nichts bewegt. Erst bei der Montage in Photoshop sieht man dann allerdings, ob die Einzelbilder ohne nennenswerten Versatz der Hand aufgenommen wurden. Bei unserem Beispiel stellen wir fest, dass Arm und Daumen zwischen den Einzelbildern stark gewandert sind. Deshalb übernehmen wir in Photoshop den Armansatz aus Bild 1 und den Daumen aus Bild 2 und kopieren beide in die jeweils folgenden Aufnahmen.

ImageReady

DIE EINZELNEN BILDER übernimmt man in Photoshop oder direkt in Imageready, so dass die Ebenen der späteren Bildfolge entsprechen. Wer die Einzelbilder zuerst in Photoshop korrigieren will, speichert sie am besten auf einzelnen Ebenen. Imageready übernimmt dann die Ebenenreihenfolge von Photoshop. Dort erhält man einen ersten Überblick, wenn man die Ebenen einzeln ein- und ausblendet. Unerwünschte Bewegungen wie etwa den verrutschten Armansatz korrigiert man am besten sofort. Auch die Bildhelligkeit und die Farbtöne gleicht man jetzt an.

Frames

STIMMEN DIE EINZELBILDER, wechselt man in die Animationspalette und beginnt die Animation mit „Neuer Frame“. Damit die geschlossene Hand im ersten Bild landet, wählt man sie in der Ebenenpalette aus.

INSGESAMT BRAUCHT MAN zehn Frames, um alle Finger in der Animation zu öffnen und wieder zu schließen. Die Wartezeit zwischen den Einzelbildern stellen wir in diesem Beispiel auf 0,5 Sekunden. Wer diesen Wert bereits beim ersten Frame einstellt, erhält alle folgenden Frames im selben zeitlichen Abstand. In unserem Beispiel blenden wir in Frame 1 lediglich die Ebene 0 mit der geballten Faust ein. In Frame 2 kommt Ebene 1, in Frame 3 Ebene 2 und so weiter. Ab Frame 7 läuft das Verfahren dann rückwärts, wobei wir zuerst Ebene 5 ausblenden.

DAMIT DIE ANIMATION immer wieder von vorne beginnt, stellen wir unten links in der Animationspalette die
Wiederholfrequenz auf „Unbegrenzt“.

PROBLEMATISCH ist beim GIF-Format die Beschränkung auf maximal 256 Farbtöne. In unserem Beispiel schaffen wir eine Palette mit Hauttönen, die Imageready automatisch erzeugt, wenn man im Exportdialog die Einstellung „Selektiv“ auswählt.

HAT MAN DIE DATEI passend optimiert, wählt man im Menü „Ablage“ den Befehl „Optimiert-Version speichern“ und erhält so eine GIF-Datei, die man anschließend im Browser kontrollieren kann.

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