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Kommentar von Thomas Hürlimann zum Waffenexport-Verbot

ABSTIMMUNGSRESULTAT: Ein Land schiesst sich selbst ins Bein
Mit dem Nein zum Waffenexport-Verbot untergräbt das Schweizer Stimmvolk die Bemühungen der Schweiz um die Menschenrechte. Zudem missachtet es die Bundesverfassung. Ich distanziere mich hiermit nachdrücklich von dieser äusserst dummen Entscheidung. Es ist nun wichtig dass wir uns nicht entmutigen lassen, denn unser Land besteht nicht nur aus habgierigen Feiglingen. Umfragen vor der Abstimmung haben gezeigt dass bei den Generationen unter 40 die Ja-Stimmen überwiegen. Traurig daran ist dass die älteren Generationen heute die Weiche gestellt haben hin zu einem moralischen Disaster für welches wir und unsere Kinder später geradestehen müssen.

 

Bei dem ganzen Rummel um die Minarett-Initiative wurde dem viel wichtigeren Thema der Waffenexporte zu wenig Beachtung geschenkt – auch nach der Abstimmung noch. Ich wiederhole hier meinen Aufruf von vor der Abstimmung für den nächsten Anlauf:

MUT
Jeder Schweizer der gegen das Exportverbot stimmt tut das nur aus einem einzigen Grund: Er hat Angst dass wir möglicherweise 0,3% weniger Export-Umsatz machen. Wie feige muss man sein dass man wegen so einem lächerlichen Betrag seine Würde, Ethik und auch die Neutralität der Schweiz aufgibt? Erst recht wenn man bedenkt dass die Angstmacherei zu grossem Teil unbegründet ist, denn die Arbeitsplätze können sinnvoller eingesetzt werden. Da braucht es wenig Mut für ein Ja, aber viel Feigheit für ein Nein.

Verantwortung
Jeder der für Exporte stimmt ist direkt verantwortlich an den Toten der Kriege anderer Länder. Er befürwortet damit ganz bewusst dass die Schweiz vom Elend dieser Länder finanziell profitiert.

Profitgier
Wegen dem bisschen Profit, der beim gesamten Bruttosozialprodukt unseres Landes kaum ins Gewicht fällt, machen wir uns mitschuldig an Mord und Vernichtung. Sind wir so arm dass wir das nötig haben? Dabei profitieren wir am Ende nicht einmal: Für jeden Franken den wir durch Waffenexporte einnehmen geben wir mehr als 2 Franken für Wiedergutmachung aus – das Mindeste was wir mit unserem schlechten Gewissen machen können.

Wenn wir es nicht machen, machen es Andere
Naiv wer denkt das rechtfertige seine unmoralische Einstellung. Stattdessen können wir mit dem Export-Verbot beispielhaft vorangehen und zeigen was richtig ist - Andere werden uns folgen.

SERiöse waffenexporte
Die Rechtfertigung dass Waffen nicht an Konfliktregionen geliefert werden ist absolut wertlos. Wo es letzlich nur um Macht und Geld geht kann niemand Garantien liefern. Nicht einmal innerhalb unserer Landesgrenzen ist eine absolute Kontrolle möglich. Wer also glaubt das funktioniere bei Geschäften mit dem fernen Ausland, der gibt sich nur der Lächerlichkeit preis.

Kinder wissen instinktiv was richtig ist
Fragen Sie Ihre Kinder ob sie wollen dass die Schweiz Waffen produziert die in anderen Ländern Menschen töten. Kinder sind nicht so verblendet und habgierig dass sie Profit vor Menschenleben stellen würden.

Handeln Sie zivilisiert: Ja zum Exportverbot!
Dies ist die Stunde der wahren Patrioten, die stolz sind auf unsere Neutralität und unsere Bemühungen um die Menschenrechte auf der ganzen Welt.

Thomas Hürlimann

 

Waffenexporte

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